Viva Las Vegas


Las Vegas ist die erste Station auf unserer Weltreise.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt stand uns eine Direktflug mit Condor in die Glitzerstadt in der Wüste Nevadas bevor.
Zuvor gab es noch ein wenig Aufregung, weil die Fluggesellschaft Condor wegen der Thomas Cook Pleite auf der Kippe stand, aber glücklicherweise Dank Überbrückungskredit der Bundesregierung kann Condor erstmal weiter machen und beförderte uns auf einem angenehmen Flug in die USA.


In Vegas haben wir im Mandalay Bay Casino und Resort am südlichen Ende des Las Vegas Boulevard übernachtet.
Das Resort, eines der typischen Großhotels in der Stadt, liegt nahe am Flughafen und markiert momentan des Ende der Hotelzone am Strip.
Die Zimmer sind sehr geräumig, die Betten bequem und es gibt eine (meist überfüllte) Pool-Landschaft.
Beim nächsten mal würden wir und anderweitig einquartieren, weil dieser Laden zwar auf den ersten Blick für 75€ am Tag günstige Zimmer anbietet, danach aber ungeniert zuschlägt.
Ein Halbliter-Flasche Wasser aus der Minibar wurde für 6$ verkauft, zwei Kaffeekapseln für 12$. Frühstücksbuffet kostet Wochentags 19$ am Wochenende 29$. Zum krönenden Ende gab es dann noch auf den bereits vorab bezahlten Zimmerpreis eine saftige Service Gebühr von 34$ pro Tag und Zimmer.
Dazu kommen dann mehr oder weniger hohe Kosten für Taxi. Eine Taxifahrt ins Epizentrum in der Gegend rund um das Bellaggo, Paris oder Mirage Hotel schlägt pro Strecke mit 12-15$ zu Buche. Billig ist Las Vegas damit jedenfalls nicht, was ich ganz anders in Erinnerung hatte.

Mandalay Bay Resort & Casino

1 Tag.

Unser Flug kam um die Mittagszeit am Mc Carren Airport an. Ein Shuttle brachte uns zum Mietwagen-Center wo wir dann sehr schnell unseren fahrbaren Untersatz übernehmen konnten.
Weitere 20 Minuten später waren wir dann in der Parkgarage des Mandalay Bay und nach einem Marsch durchs Casino schließlich an der Rezeption, wo uns bereits eine lange Schlange eincheckwilliger Mit-Touristen erwartete.
Nach 40 Minuten Wartezeit in der Schlange bekamen wir dann unsere Zimmer im 16. Stockwerk des Komplexes.

Kurze Dusche, 30 Minuten Augenpflege und schon begann Jetlag geplagt unser Abenteuer Las Vegas.
Wir machten uns zu Fuß auf dem Las Vegas Boulevard Richtung Norden,
vorbei an der nachmittäglichen Kulisse dieser völlig verrückten Glitzerstadt die darauf wartet nach Sonnenuntergang zum Leben zu erwachen.
In der Nacht entfaltet sich dann die Magie dieser Stadt. Millionen Lichter, Leuchtreklame und quirlige Betriebsamkeit verwandeln den Ort in eine pulsierende Spielermetropole.
Jedes Hotel am Strip ist eine eigene Attraktion, hat sein eigenes Thema und seine eigene Show.

Am Bellagio Hotel kommen wir rechtzeitig an, um die spektakuläre musikalisch unterlegte Choreographie aus Wasserfontänen auf dem künstlichen See zu erleben.
Das Hotel ist dem Örtchen am Comer See nachempfunden und versucht die entsprechende Atmosphäre wiederzugeben.

Apropos. Vor 20 Jahren haben Ati und ich in Las Vegas geheiratet. In der kleinen Wedding Chappel des Excalibur Hotels unweit von unserer aktuellen Unterkunft.
Damals haben wir im Bellagio Hotel zu Abend gegessen und in der Bar bei Tanzmusik von einem klasse Jazz Trio alleine unseren Hochzeitsabend gefeiert. Schöne Erinnerungen werden wach.


2. Tag

Am folgenden Tag werden wir Dank Jetlag sehr früh wach. Nach einem üppigen Frühstück im Hotel mit allem drum und dran machen wir uns auf den Weg zum Red Rock Canyon. nur ca 25 Kilometer vor den Toren der Stadt.
Nach kurzer Fahrtzeit erreichen wir das Schutzgebiet. Es bieten sich fantastische Ausblicke auf eine beeindruckende Natur. Die Felsen der Calico Hills haben eine unbeschreibliche von Rot zu Braun changierende Färbung.
Das Klima im Oktober ist warm aber nicht zu heiß, also perfekt für unseren Ausflug.

Auf unserer Fahrt auf dem Rundweg durch das Naturschutzgebiet machen wir den einen oder anderen Fotostop, bevor wir dann am frührn Nachmittag zurück nach Las Vegas fahren. Auf dem Rückweg machen wir für ein spätes Mittagessen Halt in Summerlin und nutzen die Gelegenheit dort im Factory Outlet ein paar T-Shirts und Schuhe zu kaufen.

Für den Abend haben wir Karten für die Show ‚The Beatles – LOVE‘ von Cirque Du Soleil gebucht.
Wir fahren am Mirage Hotel vorbei um die Eintrittskarten schon einmal abzuholen.

Die Show am Abend war sensationell.
Cirque Du Soleil hat eine Show produziert die die Musik der Beatles in einer auf Zirkus basierenden akrobatischen Bühnenperformance interpretiert.
Speziell für diese Show wurde 2006 das Theater im Mirage Hotel gebaut.

Im Anschluss an die Show kommen wir noch rechtzeitig für die spektakuläre Volcano Show, den künstlichen Vulkanausbruch in der Lagune direkt vor dem Haupteingang des Hotels.

Vom Mirage spazieren wir dann über den Strip die rund drei Kilometer zurück zum Mandalay Bay Hotel und lassen die Atmosphäre der Stadt auf uns wirken.


3. Tag

Für den dritten Tag steht der Hoover Damm und die Fahrt zum Grand Canyon auf unserem Programm.
Wir frühstücken bei Dennys und fahren dann 45 Kilometer über die Interstate 11 zum Staudamm an der Grenze zwischen Nevada und Arizona.
Die Hoover Staumauer wurde im Jahr 1936 fertiggestellt und trennt den Colorado River vom Lake Meade.
Das Kraftwerk mit seinen 17 Turbinen erzeugt jährlich 4 Milliarden kWh Strom und versorgt vor allem Las Vegas und Süd Kalifornien mit Strom.

Weiter geht’s südöstlich über die US-93S bis Mohave County wo wir die Bundesstraße verlassen.
Durch eine traumhafte Western-Idylle fahren wir durch die Mount Tipton Wilderness Area und den Joshua Tree Forest.
Unterwegs machen wir mehrere Fotostops und saugen die Eindrücke dieser großartige Landschaft in uns auf.


Gegen 15 Uhr kommen wir dann am Parkplatz am West Rim des Canyons an, wo uns eine böse Überraschung trifft. Der Zugang zum Canyon per Shuttle Bus, inklusive Zutritt zum Skywalk soll pro Nase 80$ kosten.
Nach kurzer Beratung und da wir alle den Grand Canyon schon früher gesehen haben, entschließen wir uns angesichts der fortgeschrittenen Zeit dieses Angebot abzulehnen.
Heute bedauere ich diese Entscheidung und würde jedem raten das Geld dafür locker zu machen.
Statt Eagle Point und Guano Point fahren wir weiter zu Hualapai Ranch die nur wenige Kilometer entfernt ist.
Die Ranch ist einem Dorf aus dem Wilden Westen nachempfunden, mit der großartige Kulisse des Grand Canyon im Hintergrund könnte man hier gut einen Western drehen.

Joshua Tree Forest

Wir machen uns nach kurzem Aufenthalt zurück auf den Weg nach Las Vegas.
Für den Abend haben wir eine Verabredung mit Doris, Managerin im Firerock Steakhouse am Stadtrand der Spielermetropole.

Im Hotel haben wir noch ausreichend Zeit uns etwas frisch zu machen bevor wir dann zum Restaurant aufbrechen und pünktlich um 19:30h dort ankommen.
Mit hervorragenden Steaks und leckerem kalifornischen Wein wird es kulinarisch ein sehr guter und auch sonst interessanter Abend.
Doris lebt seit über 20 Jahren in den USA, sie weiß viel über die Stadt zu erzählen und hat den einen oder anderen Insider Tipp für uns auf Lager.
Gut unterhalten, satt und zufrieden fahren wir dann am späteren Abend zurück in die City.


4. Tag

Heute steht noch einmal Las Vegas auf dem Programm. Nach dem frühstück fahren wir mit dem Taxi zum Stratosphere Tower das am nördlichsten gelegene Großhotel am Strip.
Von der 350 Meter hohen Aussichtsplattform können wir uns die Stadt einmal von oben anzuschauen.
Wir fahren mit dem Taxi die 10 Kilometer vom Hotel bis zum Tower, der 1996 fertiggestellt wurde und immer noch der höchste freistehende Aussichtsturm der USA ist.
Die Aussicht ist schon am Tag spektakulär, da das Ticket bis 2 Uhr Nachts gültig ist, planen wir in der Nacht noch einmal zurück zu kommen.

Aussicht vom Stratosphere Tower

Vom Stratosphere Tower spazieren wir zu Fuß wieder Richtung Süden.
Am Wynn Las Vegas Resort machen wir einen Halt und nehmen im Hotel in einer hübschen Bar an einem künstlichen Wasserfall eine Erfrischung zu uns.
Das Wynn Resort wurde vom Imobilienmogul Steve Wynn geplant und 2006 eröffnet. Gemessen an den Baukosten war dieses Projekt seinerzeit das teuerste Hotel der Welt und das Gebäude aber vor allem das Interieur sind selbst für Las Vegas Verhältnisse extravagant.

Zurück in unserem Hotel ruhen wir uns etwas aus, bevor das Abendprogramm startet.
Alle hatten Lust auf Spare-Ribs, also wurde flugs Tripadvisor befragt welches das beste Restaurant dafür ist.
Wir landeten schließlich beim Rollin Smoke Barbecue am Highland Drive und waren völlig begeistert von der Combo aus Beef-Ribs, Spre-Ribs und Short-Ribs.
Das Restaurant ist zwar eher eine Imbissbude, aber auch das hat sein Flair. Hier trifft man das wahre Amerika.

Nach dem Essen geht es nach Las Vegas Downtown.
Zufälligerweise fand heute das Las Vegas Pride Festival statt und auf der Freemont Street ist die Hölle los.
Die Straße ist überdacht mit der größten Multimedia LED Fläche der Welt auf der abends eine Multimedia Licht Show projiziert wird.
Neben zahllosen Kneipen und Bars liegen hier bekannte Kasinos wie das 1946 eröffnete Golden Nugget mit der berühmten Neon Reklame des rauchenden Cowboys.

Schon an normalen Tagen ist die Freemont Street sicherlich spektakulär, aber heute gibt es verschiedene Bühnen mit Livemusik und jede Menge Stände die Bier und Hochprozentiges anbieten. Exzentrische Leute in skurilen Outfits zeugen vom Las Vergas Pride Festival, eine Art lokalem Christopher Street Day.

Ein ganze Weile schauen wir uns die Lichtshow und das bunte Treiben an und bleiben dann bei einer Musikbühne stehen.
Die in LV Downtown beheimatete Band Alter Ego spielt geile laute Rockmusik unterstützt von den zwei hübschen Zombie Tänzerinnen Gosha und Tida.
In ihren Horror-Outfits tritt die Gruppe regelmäßig auf der Freemont Street auf und firmiert dort als ‚Alter Igor‘. Klingt cool oder?

Wir nehmen noch einen Drink, laufen noch ein wenig die Straße herunter, bevor es zurück zum Auto und dann wieder zum Stratosphere Tower geht.
Der nächtliche Ausblick auf Las Vegas ist noch beeindruckender als tagsüber und wir sind froh das wir trotz Müdigkeit noch hierher gekommen sind.

Las Vegas bei Nacht

5. Tag

Die Abreise steht heut auf dem Programm. Um 17:30h geht unser Flieger nach LA wo wir dann noch 4 Stunden Aufenthalt haben bevor es weiter geht in die Südsee nach Rarotonga.
Um 12:00h checken wir im Hotel aus, bleiben aber noch 2 Stunden am Pool und genießen die Sonne.
Am Pool mit Sandstrand und Wellenanlage ist es ganz schön voll und obwohl fast jeder Quadratzentimeter vollgestellt ist finden wir keine vier Sonnenliegen.
Wir platzieren uns kurzerhand im Sand lassen die verbleibende Zeit vergehen.


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