Aitutaki, das Kronjuwel der Cook Inseln


Der Flug mit Air Rarotonga dauert etwa 40 Minuten und ehe man sich versieht befindet man sich im Landeanflug auf den winzigen Flugplatz der türkisfarbenen Lagune.
Auf der kleinen Insel, sicherlich eine der schönsten der Welt, gibt es keinen Massentourismus und das ist das besondere an diesem entlegenen Ort.
Es gibt nur wenige kleine Hotels und Bungalowanlagen und irgendwie läuft das Leben hier gemächlicher ab.

Sonnenuntergang auf der Westseite

Die Südsee war schon immer mein Traum und bei unserer Weltreise waren die Cook Inseln unser Fixpunkt. Alle anderen Ziele haben wir von hier ausgehend drumherum geplant. Die Entscheidung zwischen französisch Polynesien, also Bora Bora und Moorea und den Cook Inseln viel zugunsten der Cook Inseln, weil es hier keinen Massentourismus, keine Kreuzfahrtschiffe und keine Snobs, sondern Südsee pur gibt.

Die Unterkunft

Wir haben uns schon vor Monaten zwei Bungalows für uns vier in der kleinen Anlage Aitutaki Beach Villas im Osten unweit vom Flugplatz gesichert.
Die beiden Häuschen liegen direkt am Strand, haben eine kleine Küchenzeile, ein bequemes Bett und eine geräumige Terrasse mit einem phantastischen Ausblick auf das türkis schillernde Wasser der Südsee.

Die Anlage liegt zwischen den Hotels Tamanu Beach und Pacific Resort die beide nur ein paar hundert Meter entfernt und gut zu Fuß erreichbar sind.
Da wir nur einmal während unseres Aufenthaltes selber gekocht haben, waren wir dort mehrfach zum Abendessen, denn außerhalb der wenigen Hotels gibt es auf Aitutaki keine allzu große Auswahl an Restaurants.
Grundsätzlich ist das Preisniveu auf Aitutaki relativ hoch und man kann für 2 Personen beim Abendessen mit Wein umgerechnet 70 bis 100 Euro rechnen.
Etwas günstiger geht es bei Mango Takeaway, eine Art Imbissbude.
Hier kann man Pizza, Pasta, Burger und asiatische Gerichte für rund 12€ bis 15€ bekommen und mitnehmen oder auch dort verzehren.
Am Ootu Beach gibt es noch das Blue Lagoon Restaurant und unweit davon entfernt The Boat Shed, zwei Restaurants die nicht unbedingt Gourmetküche anbieten, für ein Mittag- oder Abendessen aber etwas Abwechslung bringen.

Die Insel

Aitutaki hat eine Ausdehung von 5 Kilometer mal 2 Kilometer an der breitesten Stelle dazu kommt, ein Stück Land das wie ein Schnabel in das Meer ragt und für die Landebahn des Flugplatzes genutzt wir.
Am Ende des Schnabels schliesst sich der Outo Beach an und markiert den Beginn einer Gruppe von Palmeninseln die sich nach Süden fortsetzen.
Einer der äußeren Inseln ist One Foot Island das Highlight dieser kleinen Inselgruppe.

One Foot Island ist der Prototyp einer tropischen Trauminsel. Unbewohnt, feiner weißer Sandstrand, von Palmen umsäumt, inmitten des türkisfarbenen Wassers der Südsee.
Eine surreale Welt die man eigentlich nur von der Fototapete kennt. Auf der Insel gibt es eine kleine Bar und man kann sich den exklusiven One Foot Island Stempel in seinem Reisepass als bleibendes Zeugnis für den Aufenthalt einstempeln lassen.

Nach One Foot Island kommt man nur mit dem Boot, dass heißt man bucht vor Ort bei einem der Anbieter eine Tour um die verschiedenen Inseln anzusteuern und zwischendurch ein paar Stopps zum schnorcheln einlegt.
Wir haben uns für Bishop Cruises entschieden und können die Firma uneingeschränkt weiter empfehlen.

Es gibt mehrere Angebote bei Bishop, wir hatten einen privaten Charter gebucht, d.h. ein Boot nur für uns vier ohne weitere Gäste.
Auf unserer Bootstour waren wir zuerst an zwei unterschiedlichen Spots schnorcheln, dann auf Honeymoon Island und schliesslich auf One Foot Island zum Mittagessen und verweilen.
Am späten Nachmittag ging es dann zurück nach Aitutaki.

Auf Aitutaki ist jeder Punkt der Insel in wenigen Minuten mit dem Motorroller zu erreichen.
Wir hatten bei Vaa, dem Manager der Aitutaki Beach Villas zwei Motorroller für 20 NZ$ pro Tag gemietet. Als Gäste der Bungalowanlage haben wir den fahrbaren Untersatz für die ersten drei Tage kostenfrei bekommen.
Mit dem Roller waren wir mobil und konnten die Insel erkunden und den Strand und die Restaurants auf der anderen Seite des Eilands bequem erreichen.


Der schönste Strand auf Aitutaki ist übrigens Ootu Beach am Ende der Landebahn des Flugplatzes. Hier kann man im seichten Wasser der Lagune sehr schön baden oder im feinen Sand in der Sonne liegen.


Alternativ ist auch die westliche Seite der Insel, dort wo unser Strandbungalow war, sehr schön zum schwimmen, schnorcheln und spazieren gehen geeignet.


Der Piraki Lookout im inneren der Insel ist die höchste Erhebung.
Man kann mit dem Roller dicht heranfahren, die letzten 250 Meter zum Gipfel sollte man aber tunlichst zu Fuß erklimmen. Die Anstrengung des steilen Aufstiegs wird mit einem fantastischen Rundumblick belohnt.
Ich habe mich mit unserem Motorroller bis auf die Spitze des Hügels hinaufgequält ohne zu bedenken, dass der steile Rückweg mit teilweise losem Geröll äußerst kompliziert werden würde.
Nur mit aller größter Mühe konnten wir unser Gefährt zentimeterweise im Schneckentempo nach unten balancieren.


Auf der Insel verteilt gibt es mehrere kleine Lebensmittelläden. Die Auswahl ist nicht besonders groß aber man bekommt eigentlich alles was man so braucht.
Für unseren Pasta Abend mußte ich fast alle Läden abgeklappern, bis ich alles von meiner Zutatenliste zusammen hatte.
Chili gab es im Laden nicht zu kaufen. Ein freakig aussehender Südseeinsulaner im Bob Marley Look nahm mich dann freundlich an die Hand und führte mich zu einem Chili Strauch im Garten seines Freundes um die Ecke.
Mit ‚Take whad’ya need Bro‘, in einem Dialekt der aus der New Yorker Bronx stammen könnte, fordert er mich auf mich selber zu bediene was ich dann auch tat um meine Zutatenliste zu komplettieren.
Parmesankäse war allerdings auf der ganzen Insel, selbst mit der Hilfe meines neuen Insulaner Freundes nicht aufzutreiben, so dass es diesmal ohne den italienischen Hartkäse gehen musste.
Die Penne ‚Al Ragu‘ waren aber trotzdem ausgesprochen lecker was meine Mitreisenden sicher bestätigen würden.


Nach 8 Tagen neigte sich unser Südseeabenteuer dem Ende entgegen.
Von Aitutaki ging es zurück nach Rarotonga und nach ein paar Stunden Aufenthalt am Flughafen weiter nach Auckland, Neuseeland, der nächsten Etappe unserer Weltreise.


Impressionen von One Foot Island

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